Düsseldorfs Denkmäler von Felix Mendelssohn Bartholdy bis Robert Schumann

Kultur am Rhein:Düsseldorfs Denkmäler von Felix Mendelssohn Bartholdy bis Robert Schumann

Von Christian Oscar Gazsi Laki

Wir haben eine Auswahl an Denkmälern zusammengestellt, die einen Bezug zu bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten haben, die in Düsseldorf lebten, wirkten oder geboren sind. Von versteckten Schätzen zu großen Würfen, von neu bis besorgniserregend schlecht gepflegt. Ein kleiner Rundgang mit so manchem Aha-Erlebnis.

„Er liebte es nicht den Vorhang zu öffnen hinter dem er sich selbst verbarg. Wir wollen nach seinem Tod nicht zudringlicher werden als zu seinen Lebzeiten“, heißt es in der Widmung des Gustaf-Gründgens-Denkmals von Peter Rübsam (1984). Die Skulptur befindet sich hinter dem Schauspielhaus im Hofgarten. Eine steinerne Hommage an den in Düsseldorf geborenen Theatermenschen.


Ähnlich wie Schumann, war Felix Mendelssohn Bartholdy prägend für das Musikleben der Stadt. Seit 2012 steht eine Rekonstruktion des 1940 von den Nationalsozialisten zerstörten Originals aus dem Jahr 1901 neben der Oper an der Heinrich-Heine-Allee. Das Original war ein Werk von Clemens Buscher und stand seinerzeit in einer Nische des Stadttheaters.


Im Hofgarten unweit der Jägerhofstraße befindet sich das romantisch gelegene Weyhe-Denkmal, das dem bedeutenden Gartenarchitekten Maximilian Friedrich Weyhe gewidmet ist. Jener war für die Gestaltung des Hofgartens verantwortlich und starb 1846 in Düsseldorf. Die leider mehr und mehr verwitternde und beschmierte Skulptur wurde von Karl Hoffmann gestaltet und 1850 vollendet.


Johanna Ey (1864-1947) oder „Mutter Ey“ hat viel für die Düsseldorfer Künstler bewirkt. Legendär ihr Kaffee in der Nähe der Kunstakademie, das zu einem Treffpunkt für die Intellektuellen, vor allem aber Maler, der Zeit avancierte. Auf dem Mutter-Ey-Platz neben dem Andreasquartier steht seit 2017 das noch in neuem Glanz strahlende „Mutter-Ey-Denkmal“ des Düsseldorfer Künstlers Bert Gerresheim, der für zahlreiche Monumente in der Stadt verantwortlich zeichnete.


Gerne übersehen und doch ein bedeutendes Kunstwerk mit tief ästhetischer Aussagekraft: Das Ofenrohr oder genauer die Arbeit „Loch“ von Joseph Beuys an der Fassade der Kunsthalle auf der Seite des Kay-und-Lore-Lorentz-Platzes. Das Werk wurde im Rahmen der Gruppenausstellung „Schwarz“ 1981 installiert. Rauch steigt hier nicht auf, doch dürften Köpfe rauchen, um dem tieferen Sinn dieses vielleicht mystischen Durchgangs auf die Spur zu kommen.


Dem Düsseldorfer Schriftsteller Heinrich Spoerl haben wir die zeitlos lausbübische Geschichte „Die Feuerzangenbowle“ zu verdanken. Ein Denkmal für ihn findet sich in Düsseldorf nicht. Doch an seiner Schule, der ehemaligen Oberrealschule am Fürstenwall 100, erinnert eine Gedenktafel an ihn und seinen Sohn Alexander. Ein Interessanter Fakt: Auch Gustaf Gründgens ging seinerzeit an diese Schule, die zuletzt von dem Albrecht-Dürer-Berufskolleg genutzt wurde.


Heinz Mack hat mit seinem „Segelbrunnen“ nachhaltig das Stadtbild geprägt. Auf dem Platz der Deutschen Einheit steht das 1988 enthüllte großformatige Kunstwerk aus Beton, Granit und Edelstahl. Im Sommer entspringen um die drei „Segel“ Wasserfontänen. Doch diese Arbeit des Zero-Künstlers Mack hat auch schon bessere Tage erlebt. Rost setzt an, die Rückseite ist teilweise mit Aufklebern beklebt. Schade.


Der „Nagel-Künstler“ Günther Uecker ist eng mit Düsseldorf verbunden. Dieser große „Nagel“ ziert seit 2013 die Promenade hinter dem Kö-Bogen. Die Schenkung des Industrie-Clubs soll an die industrielle Entwicklung der Stadt erinnern.


Heinrich Heine kann wohl als Düsseldorfs berühmtester Sohn gelten, doch musste lange gewartet werden, bis dem Dichter ein Denkmal gewidmet wurde. Diese „physiognomische Vexierlandschaft“ nach Heines Totenmaske wurde 1978 von Bert Gerresheim entworfen und 1981 als patinierte Bronzeplastik von Raimund Kittl hergestellt. Das „Heinrich-Heine-Monument“ findet sich in dem Park am Schwanenmarkt.


Der Künstler Max Ernst war Düsseldorf verbunden. Eine große Kopie seines Meisterwerkes „Habakuk“ steht seit 1971 vor dem Kunstverein am Grabbeplatz. Die siebenfache Vergrößerung des Originals wurde von Hermann Isenmann modelliert. Leider ist der Zustand auch hier besorgniserregend. Die Plastik ist beschmiert, beklebt, der Sockel verschmutzt.


Diese Bronzestatue im Hofgarten hinter dem Schauspielhaus erinnert an den Schriftsteller und Dramatiker Karl Immermann, der 1840 in Düsseldorf verstarb. Er war unter anderem zwischen 1834-37 Leiter des Stadttheaters. Die Plastik (1901) stammt von Clemens Buscher und stand ursprünglich in einer Nische des historischen Stadttheaters.


Der Komponist Robert Schumann lebte und wirkte kurz vor seinem tragischen Ende in Düsseldorf. Karl Hartungs 1956 entstandene Büste im Hofgarten hinter der Oper wirkt fast unscheinbar. Sockel und Bronze-Plastik sind leider nicht im besten Zustand und beschmiert. Dieses Schumann-Denkmal ist ein trauriger Anblick.