Düsseldorfer Meisterfeier: Friseurin und Jahresbestmeisterin Inga Schröder

Meisterfeier der Handwerkskammer Düsseldorf:Düsseldorfer Meisterfeier: Friseurin und Jahresbestmeisterin Inga Schröder

Inga Schröder ist die Jahresbestmeisterin bei den Friseuren. Sie hat die Selbstständigkeit schon fest im Blick.


846 mal Meisterleistungen

Mehr Bereitschaft zur Selbstständigkeit vorhanden.

Morgen werden in der Düsseldorfer Stadthalle wieder die Meisterbriefe vergeben und die Jahresbestmeister gekürt. Es ist die 70. Meisterfeier in der Landeshauptstadt. Festredner der Veranstaltung ist NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. In der Stadthalle werden 2500 Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie die Jungmeister und deren Angehörige erwartet.

An der Düsseldorfer Meisterschule bestanden im vergangenen Jahr 846 Handwerkerinnen und Handwerker in 26 Meisterberufen eine Meisterprüfung – 136 weniger als ein Jahr zuvor. Die Kammer erklärt das Minus mit einer punktuellen Sondersituation in der Kursorganisation durch den Träger, die Akademie der HWK. Danach blieben insgesamt sieben Meisterberufe in 2018 ohne Abschlussprüfungen, weil deren Durchführungsmodus auf zwei- und dreijährigen Rhythmus umgestellt worden war. Außerdem konnte die Kammer aufgrund einer Modernisierung ihres wichtigsten Werkstattgebäudes nicht alle Fortbildungslehrgänge in gewohnter Weise anbieten. So legten in 2018 lediglich in 26 Berufen Meisteranwärter ihre Fortbildungsprüfung ab (Vorjahr 31). Nicht dabei waren diesmal Bäcker, Fliesenleger, Graveure, Informationstechniker, Sattler, Steinmetze und Zweiradmechaniker. „Im kommenden Jahr werden an der größten Meisterschule der Republik wieder mehr Lehrgänge enden und entsprechend höhere Absolventenzahlen erreicht“, erklärt Kammerpräsident Andreas Ehlert.

681 männliche und 165 weibliche Nachwuchs-Führungskräfte werden morgen auf der Jubiläumsveranstaltung ihre begehrten Urkunden, die den erfolgreichen Abschluss der bedeutendsten Aufstiegsfortbildung für Nichtakademiker bescheinigen, in Empfang nehmen. 18 von ihnen erhalten als jahresbeste Prüfungsteilnehmer ihren Meisterbrief auf offener Bühne.

Um fast sieben Prozentpunkte auf einen Anteil von 54,3 Prozent angestiegen ist im Vergleich zum Vorjahr die Bereitschaft im aktuellen Meister-Jahrgang, auf Basis der erlangten Spitzenqualifikation einen eigenen Betrieb gründen oder übernehmen zu wollen, so das Ergebnis einer Befragung aller Absolventen. Jeder zehnte Jungmeister bekundete dabei, diesen Schritt (auf Grundlage einer Ausnahmegenehmigung für angemeldete Prüflinge) sogar bereits vollzogen zu haben. Ebenfalls um rund sieben Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor lag die Zahl der Befragten, die bekannten, künftig selbst Nachwuchs ausbilden zu wollen. „Die Qualifizierungskette Lehrling - Geselle - Meister – Unternehmer und Ausbilder wird wieder mit größerer Selbstverständlichkeit durchlaufen als in früheren Jahren“, freut sich Kammerchef Andreas Ehlert.